Schuldenfalle Kinderhandy - Logos, Klingeltöne, SMS und Happy Slapping
Gründe für eine hohe Handyrechnung bei Ihren Kindern
Im Durchschnitt liegt die Verschuldung bei Jugendlichen bei 1.800 Euro. (Quelle: BDIU – Bundesverband der Inkassounternehmen) Schon 13-17-jährige sind mit durchschnittlich 370 Euro verschuldet. (Quelle: IJF – Institut für Jugendforschung). 92 Prozent der 12- bis 19-jährigen haben ein eigenes Handy. Bei den 6-13-jährigen bereits gut ein drittel. SMS ist die am häufigsten genutzte Funktion, dann erst folgt das Telefonieren. Eine zunehmende Bedeutung erfährt dabei das Fotografieren mit dem Handy. Jugendliche sind Experten im Umgang mit moderner Kommunikation. Diesen Trend hat auch die Handy-Industrie längst erkannt und bewirbt gezielt jugendliche Kunden.
Die Hersteller von Mobiltelefonen bringen ständig neue hochwertige Geräte mit sämtlichen Zusatzfunktionen wie WAP, Internetanschluss und Kamera auf den Markt. Das eigene Handy ist schnell veraltet und neue Angebote verführen die Jugendlichen zum Kauf aktuellerer und angesagteren Produkten. Durch Downloads von Logos, Klingeltöne oder Spielen sowie durch den Versand von teuren MMS geben die Teenies mehr Geld aus als ihnen eigentlich zur Verfügung steht. Die Folge ist eine Handyrechnung, die das geringfügige Einkommen bzw. Taschengeld übersteigt. So verschulden sich einige Jungendlichen, ohne es zu merken.
Faszination Kinderhandy - die neuesten Modelle, Trends und Mediaplayer
Wie Kinder den richtigen Umgang mit dem Handy lernen
Auf Teenager und Jugendliche übt das Handy zweifelsohne eine gewisse Faszination aus. Das Spiel mit dem Handy wird zum Zeitvertreib in der Freizeit, bei der fahrt im Bus oder bei einem Treffen mit den Freunden. Folgt man gewissen Trends nicht, kann man schnell zum Außenseiter werden. Das Mobiletelefon gibt den Jugendlichen das Gefühl des Zusammenseins, pflegt die Freundschaft und fördert den Aufbau und Ausbau sozialer Kontakte. Der Spaß an der schnellen Kommunikation steht selbstverständlich an erster Stelle. Diese positiven Gefühle verdrängen den Gedanken an das doch oft teuere Vergnügen. Die Kosten geraten in den Hinterkopf, die Schulden wachsen. Jugendliche kennen zwar die Kosten für SMS, MMS und das Telefonieren, verlieren aber schnell den Überblick über die Gesamtkosten. Generell ist das positive Lebensgefühl, welches ihnen das Handy vermittelt, wichtiger als das Geld. Ermahnungen und Verbote der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten verschlimmern i.d.R. die Situation. Sinnvoller ist es, sich mit den Kindern zusammenzusetzen und gemeinsam über das Problem zu reden. Kinder müssen einen richtigen Umgang mit dem Handy lernen. Haben Ihre Kinder ein Auge für die Kosten, kann ein Handy ein nützliches Werkzeug für das Leben eines Teenagers sein.
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