Gefahren und Kostenfallen von Kinderhandys

Mögliche Gefahren bei Kinderhandys

Kostenfalle SMS:

Den jugendlichen ist bewusst, dass das Telefonieren mit dem Handy hohe Kosten verursacht. Daher greifen Jugendliche oft auf das Schreiben von SMS zurück. Im Durchschnitt kostet eine SMS je nach Anbieter allerdings bis zu 20 Cent. Im einzelnen Peanuts. Jedoch addieren sich die Kosten bei mehreren SMS am Tag oft in schwindelnde Höhen. Bei nur fünf SMS am Tag ergibt sich am Ende des Monats ein Betrag von bis zu 30 Euro - Gesprächskosten, Download von Klingeltönen und Spielen sowie der Mailboxabfrage nicht mit eingerechnet. So ergeben sich leicht Kosten, die das Taschengeld eines Jugendlichen leicht übersteigen.

Kostenfalle Logos und Klingeltöne:

Der Markt der Mobilfunkindustrie ist schnell und bunt. Es werden ständig neue Logos, Klingeltöne und Spiele entwickelt. Der Download erfolgt meist über teure 0900er Nummern. Der Minutenpreis beträgt hier ca. 2 Euro. Um den Jugendlichen noch mehr in die Tasche zu greifen gehören Rückfragen oder Antwort-SMS zu den Praktiken der Hersteller. Manche Anbieter preisen auf ihrer Homepage viele bunte Logos, Klingeltöne, Video-Klingeltöne, Fun Sounds, reale Klingeltöne, animierte Farblogos, MMS Grußkarten und Spiele. Manchmal finden Sie unter Rubriken wie Heiss und Sexy einige nackte Tatsachen zum herunterladen. Ein einziger Klingelton kostet bis zu 2,50 Euro. Passt man nicht auf, hat man sich ruck zuck ein Abo bestellt mit komplizierten und unübersichtlichen Tarifen. Mag man auf einen individuellen Klingelton nicht verzichten, immerhin liefern die Handyhersteller kaum noch Klingeltöne mit, sollte man sich Zeit für eine Recherche im Internet nehmen und vor allem auf Angebot des eigenen Netzbetreibers zurückgreifen.

Tipp: Im Internet gibt es viele Programme, mit denen Klingeltöne selbst erstellt werden können. Dies ist nicht nur kostengünstig, sondern fördert auch die Kreativität Ihrer Kinder.

Hier können Sie: Klingeltöne selbst erstellen
wieder zum Anfang der Schuldenfallen »

Kostenfalle Mailbox und Roaming:

Auch das Abhören der eigenen Mailbox verursacht Kosten. Innerhalb Deutschlands zwar nur die üblichen Gesprächskosten, jedoch eine enorme Kostenfalle ist das Abhören der Mailbox im Ausland. Durch eine Rufumleitung auf die spezielle Mailbox-Rufnummer, die im deutschen Netz geschaltet ist, realisieren die Anbieter die Mailbox-Funktion. Beim Auslandsaufenthalt zahlt der Anrufer aus Deutschland lediglich die Kosten bis zur Grenze, für die Verbindung ins Ausland und die Weiterleitung auf die Mailbox beim heimischen Mobilfunkanbieter muss der Angerufene aufkommen. Es empfiehlt sich vor dem Aufenthalt im Ausland die Mailbox abzuschalten. So bezahlt man nur die Telefonate, die man unmittelbar annimmt. Veränderungen an der eingestellten Rufumleitung sollten schon in Deutschland vorgenommen werden.
wieder zum Anfang der Schuldenfallen »

Kostenfalle MMS:

Immer populärer und vor allem technisch immer besser ausgereift sind Fotohandys, mit denen man Bilder, Videos und Musik per MMS verschicken kann. Jedoch wird der Versand umso teurer, je besser die Qualität ist, da die Datenmenge so größer ist. Eine MMS kostet in Deutschland zwischen 39 Cent und 1,29 Euro. Für den Versand außerhalb des eigenen Netzes fallen wesentlich höhere Kosten an. Besonders teuer ist der Versand und sogar der Empfang im Ausland. Dann doch lieber eine Postkarte schreiben oder Fotos per Email verschicken.
wieder zum Anfang der Schuldenfallen »

Aktualität der Handys - Ständig neue Top-Modelle:

Jugendliche zählen für die Handyindustrie zu der lukrativsten Einnahmequelle. Spätestens zu Weihnachten kommen neue Handys mit aufwändigem Zubehör auf den Markt. Die Hersteller werben mit super günstigen Handys, auch für umsonst, und mit günstigen Tarifen. Schaut man jedoch auf das Kleingedruckte, sorgen eine monatliche Grundgebühr und unübersichtliche Gesprächskosten für hohe Rechnungen. Wichtig bei einem Vertragsabschluss ist es, auf die Laufzeit zu achten. Bei neuen Handys, die frisch auf den Markt gekommen sind, erst ein paar Wochen warten, bis die Geräte billiger geworden sind.
wieder zum Anfang der Schuldenfallen »

Happy Slapping - Neuer gefährlicher Trend

Dank einer rasanten technischen Entwicklung, können immer mehr Informations- und Unterhaltungsangebote über das Handy genutzt werden. So gewinnt das Austauschen von Fotos oder selbst gedrehten Videos unter Jugendlichen eine immer größere Bedeutung. Jedoch bieten diese kreativen Möglichkeiten dieser multifunktionalen Handys auch Risiken:

Vermeiden Sie Gewaltvideos und Videos mit weiteren jugendgefährdenden Inhalten aus dem Netz

Leider werden auch reale oder inszenierte Gewaltszenen per Handy verbreitet. Dabei verprügeln Jugendliche ihre Mitschüler, um die Szene mit dem Handy zu filmen. Experten nennen dies Happy-Slapping.

Sie möchten Ihr Kind schützen. Dann könnte der Vodafone-Service "Jugendschutz-Initiative" interessant für Sie sein
wieder zum Anfang der Schuldenfallen »

Das sagen die Medien zu Happy-Slapping.

Sie brauchen eine Rechtsberatung? Rechtsanwalt Kaiser, Bielefeld

E-Bullying

Bullying kommt aus dem englischen und kann mit tyrannisieren übersetzt werden. Vom Bullying spricht man, wenn ein Jugendlicher wiederholt und längere Zeit von einem anderen Jugendlichen schikaniert wird. Die Gewalt wird auf unterschiedliche Weise ausgeübt, von Schlägen bis zu Verspottung und Ausgrenzung. Auch gehören Erpressung, üble Nachrede und Zerstörung von Kleidung oder Schulbüchern dazu. Erfolgt dies per SMS, Anrufe oder Instant Messanger spricht man von E-Bulluying. Auch werden mit dem Handy Filme oder Fotos heimlich aufgenommen und ins Internet gestellt, ohne dass die Beteiligten davon wissen. Die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen werden dabei missachtet.
wieder zum Anfang der Schuldenfallen »

Dennoch gibt es gibt auch einige nützliche Gründe für Handys bei Jugendlichen:

  • Das Handy bietet den Eltern Sicherheit
  • Kinder sind jederzeit erreichbar
  • Unvorhergesehene Verspätungen können problemlos mitgeteilt werden
  • In Gefahrensituation kann sofort Hilfe geholt werden

Dabei können Sie als Eltern Einfluss nehmen:

Seien Sie Vorbild! Zeigen Sie Interesse! Trauen Sie Ihren Kindern verantwortungsbewusstes Handeln zu! Trainieren Sie mit Ihrem Kind den richtigen Umgang mit einem Handy.

Kindersicherung für das Handy:

Oft ist die Beschäftigung bzw. das Training im richtigen Umgang mit einem Handy schon die halbe Miete für verantwortungsvolles Handeln mit einem Handy. Kennt Ihr Kind die Gefahren, Risiken und Kosten, bleiben böse Überraschungen mit dem Handy häufig aus. In manchen Fällen reicht dies doch leider nicht mehr aus und Sie müssen in die Handy-Freiheit Ihres Kindes eingreifen.
Neben den gängigen Handymodellen für Kinder, bieten jetzt auch die Internetportale Klingelton-Download-Sperren an. So ist es z.B. bei Jamba möglich, die Mobilfunknummer der Kinderhandys für sämtliche Jamba-Dienste zu sperren. So können sie sicher gehen, dass diese nur noch mit dem Einverständnis der Eltern Logos, Klingeltöne etc. herunterladen. Die Eltern oder Erziehungsberechtigten müssen nur die entsprechende Handy-Nummer eintragen und diese dann mit einem Passwort bestätigen. Anschließend können für diese Rufnummer bis zu einer Aufhebung der Kindersicherung keine Jamba-Inhalte mehr heruntergeladen werden. Auch M-load von Mobilcom bietet diesen Sperrdienst. Wie bei Jamba können Eltern hier sämtliche Dienste sperren lassen.

Tarifübersicht Kids-Tarife - Handytarife für Kinder

Mehrere Anbieter haben inzwischen spezielle Angebote an Tarifen und Geräten für Kinder und Jugendliche in ihrem Programm. Diese beinhalten meist die Möglichkeit, teure Rufnummern zu sperren und bieten eine bessere Kostenkontrolle für die jüngere Generation der Mobilfunknutzer.
Unsere Übersicht zeigt einige dieser Tarife für Kinderhandys im Detail.

Generell gilt:
Die beste Kostenkontrolle gibt es zweifelsohne mit einem Prepaid Handy!

wieder zum Anfang der Schuldenfallen »